Es war einmal...

... vor langer, langer Zeit im Jahr 1980, dass Richard Hayes und Erik Pordes den Bedarf der Buchindustrie für einen ausgelagerten Produktions-Dienstleister erkannten. Gemeinsam brachten sie es in jener Zeit auf 20 Jahre Erfahrung in der Buchproduktion mit verschiedensten Verlagen. Daher war ihnen bewusst, dass insbesondere für mehrfarbige Bücher, deren Herstellungsorte zunehmend außerhalb Englands zu finden waren, Kommunikation und Zugriff oft große Hindernisse darstellten. Beide hatten weitreichende Erfahrungen mit Lieferanten in Europa und andernorts, vor allem jedoch gute Kontakte in Fernost, was zu diesem Zeitpunkt eine relativ seltene Gabe war. Kurzerhand beschlossen sie, gemeinsam eine Firma zu gründen, um ihr Wissen und Können Verlagen anzubieten.

richard_and_colin.jpgEs ist kaum zu glauben, dass in jener Zeit der Computer noch in seinen Kinderschuhen steckte; Imago kauften den ersten Computer (grüne Schrift auf schwarzem Hintergrund!) 1982. Das Fax war noch nicht kommerziell erwerblich; Bill Gates hatte noch nicht einmal von Windows geträumt und Steve Jobs war grade erst aus seiner Garage ausgezogen. Kommunikation mit Zulieferern in Übersee funktionierte mit lochkarten-betriebenem Fernschreiber, Excel existierte noch nicht und E-mails würde es für weitere 10 Jahre nicht geben.KC.jpg

Trotz dieser offensichtlichen Hürden entwickelte sich das neue Unternehmen und wuchs schnell auf zwei Zimmer über einem Immobilienmakler in Thame, wo alles begonnen hatte. Schnell war absehbar, dass Sie Angestellte vor Ort in Fernost brauchten, um Zulieferer überwachen und Produktionen kontrollieren zu können. 1983 eröffneten sie das Büro in Singapur, dem kurze Zeit später KC Ng (heute MD von Imago Singapore) beitrat und so Mitglied der Imago Familie wurde.  

Relativ schnell wurde klar, dass es zwischen Verlagen in Großbritannien und den USA zahlreiche Verbindungen gab und der Markt für vierfarbige Bücher zunehmend internationaler wurde; Rechte der Bücher, die Imago für Verlage in UK produzierte, wurden in die USA verkauft. Ende 1985 wurde daher die Imago Sales Inc in New York eröffnet, um amerikanische Verlage direkt bedienen zu können. Die Leitung des neuen Standorts übernahm Joe Braff, der zuvor einer der Gründer von Mandarin’s New Yorker Büro gewesen war, die in Hong Kong ansässige Druckhändlerfirma von Paul Hamlyn’s Octopus Group. Zur gleichen Zeit wurde Colin Risk für das UK Büro angeworben, um das Wachstum der Firma zu koordinieren und die sich schnell entwicklenden IT-basierten Kommunikationswege zu beaufsichtigen - heute ist er MD der Gruppe. Im darauf folgenden Jahr kam Cherry Jaquet, inzwischen Group Production Director, zu Imago.Kendrick.jpg

Spätestens 1987 war allen bewusst, dass Imago eine ständige Vertretung in Hong Kong und Singapur benötigte, um die täglichen Anforderungen zu meistern. Kendrick Cheung, ehemals Mitarbeiter von Toppan Excel und inzwischen MD von Imago Hong Kong, schloss sich der Imago Familie als Gründungsmitglied des neuen Büros an.   

Bis 1990 war Imago auch aus dem zweiten Büro herausgewachsen und neue Räume wurde in Thame im Station Yard gebaut. Einige Zeit später wurde ein neues Sales Team für Kontinentaleuropa ins Leben gerufen, dessen Schwerpunkt auf dem deutschen Markt als dem größten europäischen Verlagsmarkt ruhte. 1996 eröffnete das zweite US-Büro in Kalifornien unter der Leitung von Greg Lee. Die Reichweite sowie die Serviceangebote des Unternehmens nahmen in den folgenden Jahren rasant zu, um alle notwendigen Dienstleistungen rund um das Buchgewerbe und ähnliche Bereiche wie Zusatzprodukte und Elektronisches abzudecken.

moving.jpgMit dem Herannahen des Millenniums wurde klar, dass auch das Station Yard Büro langsam aus allen Nähten zu platzen drohte. Während der 90er Jahre hatte die Firma unermüdlich an einem Trainingsprogramm für ihre Mitarbeiter gearbeitet, um ein hohes Level an Professionalität und Expertise anbieten zu können, wo immer es gebraucht wurde. Der Umzug im Jahr 2000 nach Albury Court brachte den notwendigen Raum zur weiteren Entfaltung und erlaubte dem Unternehmen, diese Trainingskurse auch an Verlagsmitarbeiter anderer Unternehmen anbieten zu können. albury_court.jpgImago Training wurde 2003 als unabhängiges Angebot an Weiterbildungen für die britische Verlagsindustrie etabliert, mit inzwischen 10 Jahren Erfahrung und einem breiten Angebot an Kursen, von Spielzeugsicherheit bis hin zu Digital Publishing.  Während der letzten 10 Jahre haben sich die Standards und Anforderungen in der Druck- und Verlagsbranche stark verändert - von Produktsicherheit über nachhaltige Produktion bis hin zu sozialer Verantwortung. Imago hat in allen Bereichen eine zentrale Rolle gespielt: als Gründungsmitglied von PRELIMS und PREPS sowie als Anbieter von Trainingskursen und als Informationsquelle zu diesen Themen.

Die Weiten Australiens wurden 2003 mit der Gründung des Büros in Sydney erschlossen. Mittlerweile steht das Team dort unter der Leitung von Ali Wheeler, die ursprünglich im Büro in Thame angefangen hatte. 2004 kam das Büro in Paris unter der Leitung von Matt Critchlow dazu, während im Jahr 2006 auch der südafrikanische Markt in Angriff genommen wurde. Aktuell in 2013 hat Imago den ersten Sitz in Südamerika eröffnet - in Brasilien. 

2007 wurde die Produktionsbasis in Hong Kong mit einem zweiten Büro - diesmal in Shenzhen - erweitert, um den Zugriff auf Lieferanten aus Südchina zu vereinfachen. Auf der Frankfurter Buchmesse 2012 stellte die Imago Gruppe iBiblios vor, die neue Abteilung für digitale Angebote. 

Richard Hayes zog sich 2007 aus der Firma zurück (hat aber als stiller Teilhaber noch immer einen Sitz im Vorstand) und Colin Risk wurde zum Managing Director der Gruppe. Erik Pordes verbleibt weiterhin aktiv in der Firma als Vorstandsvorsitzender.

Das Verlagswesen ist ein weltweites Geschäft und Imago hat sich in über 30 Jahren den Ruf erarbeitet, die gesamte Bandbreite an Produkten handhaben zu können. Heutzutage ist es der international führende Dienstleister auf diesem Gebiet mit Kunden auf der ganzen Welt, betreut durch über 150 Mitarbeiter und in Kooperation mit Firmen aus Europa, Amerika, Australien und Asien. Mit der Expertise in allen Bereichen der Druckproduktion und einem besonderen Erfahrungsschatz in der Zusammenarbeit mit Lieferanten in China und Südostasien leistet Imago einen wertvollen Beitrag zur Unterstützung von Verlagen, Verpackern und Agenturen. Unser Wissen um Technik und Quellen hilft sowohl bei der Produktentwicklung als auch bei der Beschaffungs von Zusatzprodukten, wie z. B. Spielzeug oder Buch-Plus-Produkte. Gemeinsam mit unseren Kunden wollen wir neue und innovative Produkte wettbewerbsfähig herstellen. 

Warum die Imago Libelle?

Richard und Erik wollten einen Namen für ihre neue Firma, der Bezug zum englischen Wort "image" (Bild) hat. Das Wort "imago" kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Bild, ist aber auch der biologische Begriff für das finale, erwachsene Stadium im Lebenszyklus eines Insekts… und was wäre schöner und aufregender als eine Libelle, um die Sorgfalt und Achtung zu symbolisieren, die wir in die Fertigung Ihrer wertvollen Produkte stecken? 

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